Silberhöhe: Grundschule Hanoier Straße (ehemalige POS Bertholt Brecht und POS Konrad Wolf)
Silberhöhe: Grundschule Hanoier Straße (ehemalige POS Bertholt Brecht und POS Konrad Wolf)

Schwarz-Weiß-Aufnahmen von der Hanoier Straße bis zur Ladenstraße

Nachdem ich rund 20 Jahre nicht mehr wirklich in meiner alten Heimat unterwegs war, nutzte ich Anfang Oktober 2014 einen Besuch in der Saalestadt dazu, mal eine gute Stunde auf der Silberhöhe herum zu streifen. Den alten Schulweg, frühere Treffpunkte und natürlich der 11-geschossige Wohnblock in dem ich einst aufwuchs, standen auf meinem Plan.

Es war bereits später Nachmittag und das Wetter bot alles andere als einen Postkarten-blauen Himmel. Aber zur Plattenbausiedlung im Süden der Stadt Halle (Saale) passen kontrastreiche Schwarz-Weiß-Umwandlungen der Fotos bestens – war letztendlich mein Vorhaben.

Mein Weg führte mich von der Gaststätte „Würfel“, zu meiner alten Schule und meinem Wohnhaus in der Hanoier Straße. Im Zackzack durch diese Gegend in Richtung Ladenstaße (oder das, was davon noch diesen Namen verdient) und in die ehemalige Straße der Aktivisten, wo vor der Wende ein Großteil meiner Klassenkameraden wohnte.

Es hat sich in den Jahren natürlich eine Menge verändert. Dort wo früher hunderte Familien wohnten, ist heute nur noch Grasland. Schwer vorstellbar, dass auf manch kleinen Flächen 11-geschossige Plattenbauten mit um die 40 Mietparteien standen. Wie eng es dort damals gewesen sein muss, obwohl mir das früher nie so bewusst war und mich auch nicht gestört hatte. Im Gegenteil!

12 Jahre Silberhöhe

1982 zogen wir in die Hanoier Straße 35 – da war ich 10. 4 Zimmer, Bad, Küche, Fahrstuhl, 6. Stock. Ich kann mich noch wage an die Anfangszeit erinnern, wo man zum Buswendeplatz (heute zwischen Anhalter Platz und Ludwig-Bethcke-Straße) über nicht vorhandene Fußwege und durch Baustellen laufen musste. Nur, um von dort aus zur Straßenbahn in der Südstadt zu gelangen, die dann völlig überfüllt in Richtung Stadtzentrum fuhren. Mein Schulweg zur 4. POS sah die ersten Wochen nicht anders aus.

Aber die Silberhöhe wuchs stetig weiter. Es entstanden Kaufhallen, Jugendclubs, neue Straßen und Wege, weitere Wohngebiete, Kindergärten und Schulen. Die Straßenbahn nach Beesen kam hinzu und wir, als Jugendliche, trieben uns oft unterhalb der Betonstraßen – in den Versorgungsgängen für Heizung & Co. – herum. Aber auch manch Hauseingang, ein selbst errichteter Fußballplatz, das Vordach des Würfels, die Lampe, der Bummi und von den Stadtplanern vergessene Baustellen waren perfekter Treffpunkt für halbwüchsige Teenager, die wir Ende der 1980er waren. Ein interessanten Rückblick fand ich im Archiv der TAZ mit dem Titel „Umbruch ohne Ende“.

Schade, dass ich von dieser Zeit keinerlei Fotos habe, die würde ich liebend gern hier veröffentlichen. Dieses Hobby hielt erst im digitalen Zeitalter bei mir Einzug. Fotografiert habe ich alle Bilder mit meiner Nikon D5100 und dem Reisezoom von Tamron 18 bis 270 Millimeter. Etwa 80 Fotos sind hierbei entstanden, von denen ich euch eine Auswahl als Schwarz-Weiß-Umwandlung hier im Blog präsentieren möchte.

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Ich weiß nicht, ob ich mit allen Ortsangaben immer 100%ig richtig liege, nach 20 Jahren hat man(n) einfach eine Menge vergessen. Ihr habt unten in den Kommentaren die Möglichkeit, meine Ausführungen entsprechend zu korrigieren. Ich freue mich natürlich über eure zu Wortmeldungen und Grüßen aus der alten Heimat.

Ihr dürft übrigens alle hier veröffentlichten Fotos gern in Foren, auf Facebook oder anderen sozialen Kanälen teilen. Ebenso auf privaten und geschäftlich genutzten Webseiten. Schreibt bitte dran, wer der Fotograf ist und dass es hier noch mehr Bilder von der Silberhöhe gibt. Zum Beispiel in dieser oder einer ähnlichen Form: © Daniel Weihmann – www.picxl.de/halle-silberhoehe
vgw

1 KommentarHinterlasse einen Kommentar
  • Tolle Fotos von auch meiner alten Heimat. Habe bis 1990 an der Maier-Kaufhalle gewohnt, der Block steht jedoch längst nicht mehr.

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