Unterwegs in der großartigen Wanderregion im österreichischen Bezirk Zell am See
Der Tourismusverband Piesendorf Niedernsill bezeichnet ihren 2004 eröffneten Panoramaweg als "Gemütliche Halbtages-Wanderung für die ganze Familie". Für mich als Flachländler ist das eine deutliche Untertreibung. Wirklich eine sehr deutliche.
Steile Anstiege, schmale Pfade entlang der Klamm, und nach jedem bergauf geht es noch einmal weiter nach oben.
Der Rundweg ist gerade mal 9 Kilometer lang. Dass es dabei 510 Meter hinauf und 510 Meter hinab geht, hätte mich stutzig machen sollen. Als Dauer für die Wanderung wird 4 Stunden angegeben; wir waren 3,5 Stunden unterwegs.
Novembernebel statt Panorama
Der Weg selbst ist sehr abwechslungsreich. Viel Natur, mehrere Schautafeln zur Region und, so steht es überall, traumhafte Aussichten.
Genau die fehlten an unserem Wandertag. Anfang November lag die Sichtweite oft unter 100 Metern. Schade, denn die zahlreichen Panoramablicke hätten unterwegs sicher für den einen oder anderen Motivationsschub gesorgt.
Ein paar Fotos habe ich trotzdem gemacht und möchte sie euch nicht vorenthalten und mich möglichst lange daran erinnern. Denn auch wenn zwischenzeitlich der Körper den Weg verfluchte, war es doch im Nachhinein unten im Tal eine sehr schöne Erfahrung. Und man fühlt sich schon ein bisschen Stolz, das ganze geschafft zu haben.
Allerdings möchte ich nicht wissen, was mittelschwere und schwere Wandertouren in Österreich sind. Vermutliche echte Bergtouren, die sich nur mit Kletterausrüstung und ohne mich meistern lassen.

Die Wanderdaten auf einen Blick
Damit du besser einschätzen kannst, was dich erwartet, hier die Eckdaten. Start und Ziel ist der Wanderinfopoint in Piesendorf auf etwa 800 Metern. Von dort geht es über den Hauserberg, durch die Klamm und weiter Richtung Entfelden, zurück führt der Kulturlandschaftsweg. Der höchste Punkt liegt bei 1.085 Metern.
- Länge: 7,6 bis 9 Kilometer, je nach Quelle und gewählter Variante
- Höhenmeter: 510 hinauf, 510 hinab
- Gehzeit: 4 Stunden laut Angabe
- Schwierigkeit: als leicht eingestuft (T1)
- Beste Zeit: April bis Oktober
- Kosten: keine, der Weg ist frei zugänglich
Die Einstufung als leicht bezieht sich auf die technischen Anforderungen, nicht auf die Kondition. Der Weg ist durchgehend gut begehbar und braucht keine Kletterei. 510 Höhenmeter am Stück bleiben trotzdem 510 Höhenmeter, und die verteilen sich nicht gleichmäßig, sondern kommen in Schüben.
Was unterwegs zu sehen ist
Der Panoramaweg ist zugleich ein Lehrpfad. Zehn Schautafeln stehen entlang der Strecke und behandeln Themen, die tatsächlich zur Gegend passen: die Salzachmäander, den früheren Kupferbergbau, Forstarbeit damals und heute, die Entstehung der Hohen Tauern sowie die Amphibienwanderung samt der Erfindung des Froschzauns.
Dazu kommen acht Standorte mit Tauernliegen. Das sind die typischen Holzliegen, auf denen man sich flach hinlegen und in die Berge schauen kann. Bei unserem Novemberwetter waren sie kein Thema, an einem klaren Sommertag dürften sie der eigentliche Grund sein, für den man den Weg geht.
Praktisch für alle, die unsicher sind: Es gibt mehrere Routenvarianten und Abkürzungen. Wer merkt, dass die Kondition nicht reicht, muss nicht die ganze Runde durchziehen.
Mehr zum Wandern in der Region
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- Eindrücke aus Saalbach Hinterglemm
- OutdoorActive: Gemütliche Halbtageswanderung auf dem zertifizierten Wanderweg von und nach Piesendorf für die ganze Familie
- Über den Panoramalehrpfad Piesendorf auf den Seiten des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus
- Panoramaweg um Piesendorf bei Bergwelten - dort stehen Länge, Höhenmeter, höchster Punkt und die Wegbeschreibung
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