Blog

Affinity Photo + Google Nik Collection

In Affinity Photo lassen sich nicht nur PSD-Dateien bearbeiten, sondern auch viele Photoshop Plugins einbinden. Anleitung für die Installation der Google Nik Collection unter Affinity Photo.
Affinity Photo + Google Nik Collection

Photoshop-Plugins unter Affinity Photo nutzen

Die Bildbearbeitungssoftware Affinity Photo unterstützt unter Mac und Windows eine ganze Reihe bekannter Photoshop-Plugins. Neben der Topaz Plugin Collection, Anthropics und einiger weiterer Filter auch die Nik Collection.

Hinweis von 2026: Dieser Beitrag stammt aus dem Januar 2018, als die Nik Collection noch von Google kam und kostenlos war. Das gilt längst nicht mehr. Was sich geändert hat und wie die Einbindung heute läuft, steht unten unter Wie es heute aussieht.
Über die 100%ige Funktionalität der kompletten Nik-Filtersammlung
  • Analog Efex Pro
  • Color Efex Pro
  • Dfine
  • HDR Efex Pro
  • Sharpener Pro
  • Silver Efex Pro
  • Viveza

gibt es im Netz unterschiedliche Meldungen. Hier berichten Nutzer teilweise von Programmabstürzen.

Bereits bei der Installation als Plugin in Affinity Photo werden lediglich Analog Efex Pro2 und Color Efex Pro 4 korrekt erkannt und als lauffähig markiert. Alle anderen Nik-Filter haben den Status "unbekannt", funktionieren aber bei mir unter Windows 10 bisher ohne Probleme.

Nik Collection in Affinity Photo (Analog Efex Pro)
Nik Collection in Affinity Photo (Bearbeitung mit Analog Efex Pro)

So lassen sich Plugins unter Affinity Photo installieren und deren Filter nutzen

Ich gehe davon aus, dass Affinity Photo bereits bei euch auf dem Rechner installiert ist. Ich kann die Vorgensweise hier lediglich für Windows beschreiben. Wie das auf dem Mac funktioniert, weiß ich nicht wirklich. Hier hilft aber sicher dieses Youtube Video von Christian weiter.
  1. Ladet euch, falls noch nicht geschehen, Nik Collection direkt bei Google herunter und installiert die Software. Update: Gibt es hier leider nicht mehr, sondern (wohl) nur noch als erneuerte Kaufversion unter nikcollection.dxo.com
  2. Startet im Anschluss Affinity Photo und klickt oben im Menü auf Bearbeiten und Einstellungen.
  3. In den Einstellungen befindet sich eine Auswahl Photoshop Plugins - diese bitte anklicken.
  4. Im Einstellungsfenster auf den Button Hinzufügen anwählen und
  5. zum Verzeichnis, wo ihr Nik Collection installiert habt, durchklicken und den Ordner auswählen. Standardmäßig ist das unter Windows C:\Program Files (x86)\Nik Collection.
  6. Setzt nun unten den Haken Verwendung unbekannter Plugins erlauben und
  7. nach einem erforderlichen Neustart von Affinity Photo steht euch die Nik Sammlung unter dem Menüpunkt Filter > Plugins > Nik Collection zur Verfügung.

Screenshots zur Anleitung

Nik Collection Buchtipp

Das sollte es gewesen sein. Nun heißt es, gerade am Anfang, es nicht mit den Nik-Filtern zu übertreiben und einfach auch mal damit herum zu experimentieren.

Wie es heute aussieht

Die Anleitung oben beschreibt den Stand von Anfang 2018. Seitdem hat sich einiges verschoben, und zwar bei beiden beteiligten Programmen.

Die Nik Collection gehört nicht mehr Google

Google hatte die Sammlung 2013 für 149 Dollar im Angebot und machte sie 2016 komplett kostenlos. Genau in diese Zeit fällt dieser Beitrag. 2017 ging die Nik Collection dann an DxO, und dort ist sie wieder ein kostenpflichtiges Produkt. Version 7 aus dem Jahr 2024 war die erste, die vollständig bei DxO entstanden ist, aktuell steht die Sammlung bei Version 8.1 vom Juli 2025.

Die alte Google-Fassung wird nirgends mehr offiziell angeboten. Wer sie doch irgendwo als Download findet, sollte die Finger davon lassen. Solche Pakete stammen aus undurchsichtigen Quellen, laufen auf aktuellen Systemen oft nicht mehr sauber und haben seit Jahren keine Sicherheitsupdates gesehen.

Die Einbindung ist einfacher geworden

Der umständliche Weg über Bearbeiten, Einstellungen und Photoshop-Plugins, den ich oben beschreibe, ist nicht mehr nötig. DxO hat die Nik Collection inzwischen direkt an Affinity angepasst. Unterstützt werden die Nik-Versionen 6, 7 und 8 sowie Affinity Photo 1.x, 2.x und das aktuelle Affinity von Canva.

Nach der Installation rufst du die Filter im Pixel-Modus über Filter, Plugins, Nik Collection auf. Eine Zwischenanwendung braucht es dafür nicht mehr. Wichtig ist nur der Pixel-Modus: In den anderen Arbeitsbereichen von Affinity tauchen die Plugins nicht auf.

Lohnt sich das noch?

Das hängt davon ab, was du suchst. Wer die Nik-Filter aus alter Gewohnheit schätzt, vor allem Silver Efex für Schwarzweiß und Color Efex, bekommt sie weiterhin, muss dafür aber bezahlen. Wer damals nur zugegriffen hat, weil es umsonst war, findet in Affinity Photo selbst inzwischen viele Werkzeuge, für die man 2018 noch ein Plugin brauchte.

Meine Einschätzung: Als Pflichtkauf würde ich die Sammlung heute nicht mehr bezeichnen. Als Ergänzung für Schwarzweiß-Umsetzungen ist Silver Efex aber nach wie vor stark.

Hat alles so wie beschrieben bei euch geklappt? Welche Plugins nutzt ihr noch unter Affinity Photo? Und welche Photoshop Plugins sollte ich unbedingt mal ausprobieren? Schreibt's in die Kommentare - danke!

Kommentare (4)

Kommentar schreiben

Dein Kommentar wird vor der Veröffentlichung kurz geprüft. Mit dem Absenden stimmst du der Speicherung gemäß Datenschutz zu.

© picxl 2026 · Daniel Weihmann · Made in Halle (Saale)