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Licht- und Schattenspiele im Naturkundemuseum Berlin

Eindrücke vom Superstar der Tyrannosaurus rex Ausstellung "Tristan" im Naturkundemuseum Berlin. Bildergalerie mit Licht- und Schattenspielen im Museum für Naturkunde in der Berliner Invalidenstraße.
Licht- und Schattenspiele im Naturkundemuseum Berlin
Berlin

Dieser Familienausflug war ein mehrtägiger Trip Anfang Oktober 2016 in unsere Hauptstadt Berlin, der uns unter anderem an einem Tag in das Museum für Naturkunde in der Berliner Invalidenstraße in Mitte führte. Unser Hotel, das Motel One am Schloss Bellevue, lag nur rund eine halbe Stunde vom Museum entfernt. Das Wetter war in Ordnung und wir nutzten den Weg für einen netten Spaziergang durch Teile von Moabit, vorbei am Hauptbahnhof und dem Invalidenpark.

Skelett des Tyrannosaurus rex Tristan Otto im Museum für Naturkunde Berlin
Tristan Otto in der Dinosaurierhalle. Zwölf Meter lang, und allein der Schädel wiegt 180 Kilogramm.

Ein gut besuchtes Museum zeigt, dass das Interesse der Besucher am jeweiligen Thema groß ist und lässt die Kassen der Betreiber sicherlich klingeln. Nur wirklich Spaß macht es leider nicht, durch solch eine Ausstellung geschoben zu werden. Eigentlich nirgends wirklich Zeit und Ruhe für die Betrachtung der Exponate zu haben, macht solch einen Ausflug für mich eher zur Qual.

Nichts desto trotz konnte ich hier und da ein paar Schnappschüsse einfangen. Dabei habe ich mich zum überwiegenden Teil auf die interessanten Licht- und Schattenspiele konzentriert, von denen ich euch hier im Blog ein paar zeigen möchte.

Die Fotos sind alle mit dem Huawei P9 aus der Hand geschossen und nur marginal nach bearbeitet. Detailliert betrachtet werden bei Belichtungszeiten von um die 1/20 Sekunde zwar ein paar kleinere Verwacklungen sichtbar, aber da wollte ich dann doch nicht so kritisch sein.

Weitere Informationen zum Museum für Naturkunde Berlin findet ihr auf der Museums-Website. Hier gibt es alle Infos zu aktuellen Ausstellungen und Veranstaltungen sowie zu den Eintrittspreisen und Öffnungszeiten. Die Angaben zu Tristan Otto stammen aus dem Wikipedia-Artikel zum Fund, die zu Öffnungszeiten und Fotoregeln von der Seite „Besuch planen“ des Museums.

Wer Tristan eigentlich ist

Das Skelett, das ich auf den ersten Bildern fotografiert habe, hat einen Namen: Tristan Otto. Gefunden wurde es im Sommer 2012 in der Hell-Creek-Formation in Montana, auf einem Privatgrundstück. Das Tier lebte vor rund 66 Millionen Jahren am Ende der Kreidezeit.

Bemerkenswert ist der Erhaltungszustand. Von den 300 Elementen, aus denen die Montage besteht, sind 170 echte Fossilien, und der Schädel ist zu 98 Prozent vollständig erhalten. Genau das macht Tristan weltweit zu einem der besten Exemplare seiner Art. Allein der Schädel wiegt 180 Kilogramm. In der Halle steht er mit zwölf Metern Länge und einer Höhe von gut 3,6 Metern über dem Becken.

Wer den Artikel liest und spontan hinfahren will, sollte vorher kurz nachsehen: Tristan war von Juni 2020 bis 2022 als Leihgabe in Kopenhagen und ist seit August 2022 wieder in Berlin. Ein Skelett dieser Bedeutung geht immer mal wieder auf Reisen.

Fotografieren im Museum

Fotografieren ist im Museum für private Zwecke ausdrücklich erlaubt. Für Blitzlicht, Stativ und kommerzielle Aufnahmen gelten allerdings eigene Regeln, weil beides die anderen Besucher stört und den Exponaten nicht guttut. Wer mit größerem Gerät anrücken will, fragt das besser vorher an.

Damit ist die Ausgangslage klar: freihändig, ohne Blitz, in einer Halle mit hohem, aber ungleichmäßigem Oberlicht. Meine Belichtungszeiten lagen bei etwa 1/20 Sekunde, und man sieht den Aufnahmen an, dass das an der Grenze war. Wer eine Kamera mit gutem Hochiso-Verhalten dabei hat, sollte lieber ISO 3200 in Kauf nehmen als eine Verwacklung. Rauschen lässt sich nachträglich entschärfen, Bewegungsunschärfe nicht.

Ein zweiter Punkt, den ich unterschätzt hatte: Die Lichtstimmung ändert sich mit der Tageszeit deutlich. Das Oberlicht in der Dinosaurierhalle zeichnet die Skelette am späten Vormittag anders als am Nachmittag. Wer gezielt auf die Schattenspiele aus ist, plant besser zwei Anläufe an einem Tag ein statt eines langen Durchgangs.

Praktisches für den Besuch

Das Museum liegt in der Invalidenstraße in Mitte. Die U-Bahn-Station Naturkundemuseum an der U6 ist rund 300 Meter entfernt, vom Nordbahnhof sind es etwa 900 Meter und vom Hauptbahnhof rund 1.300. Parkplätze gibt es kaum, das Museum empfiehlt selbst öffentliche Verkehrsmittel oder das Rad.

Geöffnet ist dienstags bis sonntags, montags bleibt zu, letzter Einlass ist eine halbe Stunde vor Schluss. Tickets lassen sich als Zeitfenster-Tickets bis zu 14 Tage im Voraus online buchen. Nach dem Einlass innerhalb der gebuchten Stunde kann man bleiben, so lange man möchte.

Und weil ich oben über das Gedränge geschrieben habe: Wer die Ausstellung in Ruhe fotografieren will, nimmt ein Zeitfenster gleich zur Öffnung. Die erste Stunde ist erfahrungsgemäß die entspannteste, danach füllt sich vor allem die Dinosaurierhalle deutlich.

Übersicht der Bilder mit ISO-Werten, Belichtungszeiten, Blende:

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