Neue Permalink-Struktur
Schönere URLs aber erst mal viele 404-Fehler
Ich entdeckte gerade einen Weblog-Beitrag, in dem die Besucher darauf hingewiesen wurden, dass sich die Linkstruktur des Blogs geändert hat und nun mit 404-Fehlern (z.B. aufgrund von Suchmaschinen-Links bzw. den nun nicht mehr korrekten Favoriten / Bookmarks) zu rechnen sei. Ist natürlich zum einen ärgerlich, wenn man an den Permalinks herum schraubt und plötzlich die Inhalte nicht mehr für alle auffindbar sind. Zum anderen aber ist es durchaus sinnvoll auf lesbare Adressen zu wechseln, wenn man hier am Beginn der Blogger-Karriere etwas geschlafen hat oder man es seinerzeits einfach nicht besser wusste.
Richtig abschreckend ist’s natürlich für die Besucher! Man sucht bei Google, bekommt den entsprechenden Link zu einer Seite und das Ergebnis ist 404 – da ist der Tab schnell wieder zu und der Besucher beim nächsten Treffer aus seiner Ergebnis-Liste.
Bei den typischen Änderungen an den WordPress-Permalinks sollte das recht unproblematisch sein. Aus "/index.php?p=123" wird eben einfach "/mein-neuer-beitrag". Hierbei ist’s egeal, ob der Besucher über die alte Struktur oder bereits über die neue kommt, es erfolgt einfach eine Umleitung. Problematischer ist dagegen ein Wechsel von "/categoy" auf "/thema" oder einer alten html-Seite bzw. einem anderem CMS zu WordPress. Hier funktioniert es eben nicht ohne weiteres, dass aus "/neuigkeiten.html" ein "/2008/03" wird.
Ist aber alles kein Problem, denn wer auf Nice-URLs wechselt hat wohl schon mal etwas von .htaccess gehört. Wenn vielleicht auch unbewusst, aber ohne einer Anpassung in zumindest dieser Datei bleiben die Fragezeichen in der Adresse und aus einem interessanten Thema wird lediglich eine Nummer. In WordPress besteht die Möglichkeit, die .htaccess-Datei direkt aus dem Admin-Bereich zu editieren (ob das sicherheitstechnisch als das Non plus ultra anzusehen ist, steht bei diesem Beitrag nicht zur Debatte) oder aber sie lässt sich mit einem Text-Editor auf dem heimischen Rechner bearbeiten und anschließend ins html-Verzeichnis auf den Server laden. Bei vielen Bloggern dürfte diese Datei dann in etwa wie folgt aussehen:
<IfModule mod_rewrite.c>
RewriteEngine On
RewriteBase /
RewriteCond %{REQUEST_FILENAME} !-f
RewriteCond %{REQUEST_FILENAME} !-d
RewriteRule . /index.php [L]
</IfModule>
Hier werden mit Hilfe des Rewrite-Moduls des Webservers Umschreibungen der URL vorgenommen und genau dies kann man auch mit veralteten Link-Strukturen machen. Man leitet einfach alt auf neu – und die Besucher wie auch die Suchmaschinen werden sanft auf die neue Adresse umgeleitet. Bei der Umstellung von meiner alten Linkliste zu WordPress entstanden hierbei u.a. folgende Ergänzungen (vor der Zeile </IfModule>) zur vorgefertigten WordPress htaccess-Datei:
redirect 301 /webdesign.html http://www.picxl.de/thema/webdesign
redirect 301 /impressum.html http://www.picxl.de/impressum
redirect 301 /name-meines-beitrages http://www.picxl.de/neue-bezeichnug
…
Es erfolgt hierbei eine permanente (301), also dauerhafte Weiterleitung von bspw. "webdesign.html" auf "http://www.picxl.de/thema/webdesign"; aber auch ein vermeintlich besserer Bezeichner für einen Beitrag lässt sich so im Nachhinein verwenden (Zeile 3)… Einfach untereinander in jeweils einer Zeile definieren, was von alt nach neu weiter geleitet werden soll.
Weiter Infos zu Redirects, Weiter- und Umleitungen unter www.redirect301.de, meinem neuen Blog-Projekt.

